Ich bin dankbar. Mir fällt das gerade wieder auf – ich bin umgeben von Menschen die mich glücklich machen, die mich stützen und auf die ich mich verlassen kann. Kinder, die mit allen Höhen und Tiefen ihre Unbeschwertheit bewahrt haben und ganz offensichtlich glücklich sind. Die ihr Herz öffnen und einem neuen Menschen Raum geben, vertrauen und einem das Gefühl geben, dass man mit all seinen Zweifeln ob man denn als Eltern genügen kann, gar nichts falsch macht. Kinder, die ein tolles Patchwork-Team bilden und sich als Geschwister fühlen. Ein Partner der mit so viel Liebe für die Kinder da ist, meine Tränen der Trauer und Sentimentalität stets trocknet und ohne Pathos tatsächlich mein Zwilling, mein bester Freund, Liebhaber und zweite Hälfte ist. Mein Halt. Jemand, mit dem ich einfach hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann. Besondere Menschen, die beruflich wie auch privat hinter mir stehen und ich darum weiß, dass man einander immer ein offenes Ohr schenken wird, Geduld und Verständnis aufbringen und mich motivieren. Diese vielen Menschen, die meine Arbeit schätzen und mir ein Gefühl des Angekommen-Seins schenken. Dank deren ich einen echten Traumjob ausüben darf. Freunde mit denen man Stunde um Stunde das Glück und den kruden Humor teilen kann. Aber auch die die Kritik äußern machen mich dankbar. Die die mit einem reden, ihre Gedanken nicht verstecken, sondern über ein Getränk hinweg ihr Hadern teilen und nicht nur hinter dem Rücken über einen sprechen. Aber auch die haben ihren Platz. Wir sollten uns wohl nicht länger im Leben begleiten und es war gut, dass wir einander losgelassen haben. Die, die ihre Sorgen teilen und um Rat fragen. Deren Gedanken mir einen neuen Blick schenken und ich das ebenso bei ihnen tun darf. Die Familie die vom ersten Moment hinter einem stand. Die, die neue Familie wurden und mir ein Zuhause geben. Dafür bin ich dankbar.
Natürlich geht es hier ganz viel um meine Arbeit, um Stoffe, um Nähen – aber manchmal, da muss ich so etwas einfach mit euch teilen. Ich bin nicht der große Schreiber, eher der Nachdenker. Die, die in Bildern denkt, gerne zuhört, aber eben auch ihre Gedanken hat. Das Leben geht nie gerade Wege und es lohnt sich einfach mal dem warmen weichen Gefühl des Moments nachzugeben und dankbar zu sein. Zwischen all den dunklen Nachrichten, den Widrigkeiten des Alltags.
Erzählt mir: Wofür seid ihr dankbar?
